Waggonbeladestation


Simulation des Prozessablaufs einer vollautomatischen Waggonbeladestation

Simulation des Prozessablaufs einer vollautomatischen Waggonbeladestation


Optimale Nutzung der Waggonkapazität durch volumenorientierte Beladung

Optimale Nutzung der Waggonkapazität durch volumenorientierte Beladung

Hamburg und Rotterdam sind Europas wichtigste Umschlagplätze für Massenschüttgut. Von hier aus werden die europäische Stahlindustrie und die Energieerzeuger mit Erz, Kohle und anderen Rohstoffen versorgt.

Die Waggons, die das Material zum Kunden bringen, werden von oben aus Wiegebunkern befüllt. Für den automatischen Betrieb dieser Waggonbeladestation galt es, folgende Kernfunktionen zu realisieren:
  • Steuerung der Lok

  • Positionierung der Waggons unter den Beladevorrichtungen

  • Füllen der Wiegebunker

  • Steuerung des Materialaustrages

Nach erfolgter Automatisierung lässt sich der Zug mit einer funkferngesteuerten Lokomotive (Robot) unter den Beladebunkern mit angepaßter Geschwindigkeit durchziehen. Dabei verfolgen vier zweidimensionale Laserscanner die einzelnen Waggonbewegungen, erfassen die Position der Ladeluken, prüfen auf eventuell vorhandene Restmengen und überwachen Beladevorgang sowie Füllgrad.


Prozeßvisualisierung im Leitstand

Prozeßvisualisierung im Leitstand

Je nach spezifischem Gewicht ist es sinnvoll, das Material massen- oder volumenoptimiert zu chargieren. So lässt sich die vorhandene Ladekapazität in Abhängigkeit von der zulässigen Achslast optimal nutzen. Bei spezifisch schwerem Schüttgut wie Erz wird im allgemeinen bis auf 1 t an die Lastgrenze geladen. Bei spezifisch leichtem Material wie Kohle, Koks sorgen entsprechende Beladeprofile für eine optimale Raumnutzung. Ohne die Waggons zu überschütten, lassen sich in der Praxis 95 - 98 % Volumennutzungsgrad erreichen.

Für einen vollautomatischen Betrieb vom Stellwerk-Übergabepunkt bis zum Beladeende kann das System auf eine Reihe von Daten für verschiedenartige Waggontypen und Rohstoffsorten zurückgreifen.

In einem zentralen Leitstand werden die Beladeaufträge für einen kompletten Zug gestartet, so dass der Beladeprozess vollautomatisch abläuft. Nach Beendigung wird ein Beladeprotokoll mit den erreichten Werten je Waggon erstellt und an die Produktionsdatenbank zurückgemeldet.

Bei der Automatisierung dieser Waggonbeladestation erneuerte iSAM die gesamte elektrotechnische Ausrüstung einschließlich aller Nebenanlagen. Durch die Vielzahl von Standardschnittstellen zu anderen Hard- und Softwarekomponenten erreicht das System hohe Konfigurationsflexibilität. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Fernwartung.
Applikationsbericht

Vollautomatische Waggonbeladestation für Massenschüttgüter, insbesondere Kohle und Erz


für Massagoed-Overslagsbedrijf (EMO) bv, Rotterdam
Lesen Sie den Applikationsbericht (721kB)


Realisiert bei:

Europees Massagoed-Overslagbedrijf bv,
Niederlande

Hafenbetriebsgesellschaft
mbH

Deutschland

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